Ich bin total entzückt von dieser magischen Stadt, deren Geschichte man bainahe erfühlen kann.
Die Kulisse ist schon alleine wundervoll, hinter Altstadt und Judenviertel die Moldau, darüber erhebt sich der Petriny-Hügel und das alte Burgareal.
Aber auch die Menschen, die eine Stadt schließlich formen, sind freundlich und offen. Man kommt prima mit Englisch und manchmal auch mit Deutsch aus.
Nicht zu vergessen die gute böhmische Küche, die zwar nicht die leichteste ist, aber einfach köstlich. Wir haben in der ganzen Woche, die wir in der Tschechischen Republik waren, nicht ein Mal schlecht gegessen, höchstens günstig.
Die zwei Tage in Prag haben wir Power Sightseeing gemacht. Gleich am ersten Tag sind wir hoch zur Burg. Übrigens ist die Tram ein ideales Fortbewegungsmittel in dieser Stadt, günstiger und schneller geht's nicht. Lustig sind die Kreuzungen, an denen die Tramführer die Weichen manuell umstellen müssen. Unser erster Akt in der Burg war es die 287 Stufen des Glockenturms vom St.-Veits Dom hoch zu krakseln. Aber die Sicht von dort oben entschädigt alle Mühen.
Auch von Innen ist der Veitsdom beeindruckend. Über dem Eingang ist ein riesiges Rundfenster, das für "die Erschaffung der Welt" steht und 100qm misst.
Dem Veitsdom gegenüber liegt der Königspalast, der durch den Fenstersturz im Jahr 1618 bekannt ist. Der Zweite Prager Fenstersturz war der Auslöser des Dreißigjährigen Krieges.
Am Nachmittag sind wir über die kleine Halbinsel Kampa geschlendert, auf dessen Hauptplatz unter den Bäumen eine kleine Pause gut tut. Ein Mühlenrad verschönert den Teufeslbach (Kanal) der die Halbinsel unterhalb der Karlsbrücke auf der Kleinseite eingrenzt.
Am Abend haben wir hervorragend im "Malostranska Beseda" (Kleinseitner Kulturhaus) am Kleinseitner Platz unter freiem Himmel gegessen: Knödel und Gulasch.
Am nächsten Morgen sind wir direkt zur Karlsbrücke geeilt, die wir schon am Vortag überquert hatten. Leider ist sie am Tage so stark von Turisten bevölkert, dass ihre Schönheit kaum zur Geltung kommt. Trotz allem ist auch das rege Treiben der Besucher zwischen Malern und Kunsthandwerkern ein Erlebnis.


















